Nach Erhebungen des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln hatte 2006 jeder zweite Erwachsene eine Ausbildung als höchsten Bildungsabschluss. Dagegen gab es nur 15% Akademiker. Der Anteil der Fachkräfte schwankt allerdings stark je nach Bundesland. In Hamburg und Berlin liegt er mit 36 und 37% am niedrigsten. Am höchsten ist er in Thüringen mit 60%. Die besten Aussichten auf eine Stelle gibt es in Baden-Württemberg wobei 78% der 25- bis 64-jährigen mit Berufsausbildung einen festen Job haben. Dagegen hat bundesweit nur gut jeder Zweite der Geringqualifizierten eine Arbeitsstelle. Auch hier gibt es erhebliche Unterschiede je nach Region. So hat in Berlin nur eine Minderheit von 39% der Geringqualifizierten überhaupt einen Job. In Hamburg und Hessen liegt der Anteil mit 55% deutlich höher, in Bayern und Baden-Württemberg sogar bei 60%.
Wer peinliche Verwandte hat oder ein notorischer Raser ist sollte sich besser nicht bei Obama um einen Job bewerben. Um Fettnäpfchen von vornherein zu umgehen, müssen sich zukünftige Mitarbeiter von Barack Obama einem umfangreichen Test unterziehen. Es ist der detaillierteste Fragebogen aller Zeiten. Dieser umfassende Fragenkatalog macht auch vor der Privatsphäre nicht halt. Unter anderem müssen die Bewerber angeben, ob sie jemals einen Blog- oder Tagebucheintrag verfasst haben, der dem künftigen Präsidenten schaden könnte. Auch Raser und Falschparker haben schlechte Karten. Das Obama-Lager will vor einer Einstellung wissen, ob der Bewerber jemals einen Strafzettel von über 50 Dollar (d.h. 40 Euro) erhalten hat.
Deutschland droht laut Focus ein riesige Auswanderungswelle frisch ausgebildeter Mediziner. 70% der Medizinstudenten wollten nach Abschluss ihrer Ausbildung im Ausland ihren Job ausüben, schreibt das Magazin unter Berufung auf eine Studie der Ruhr-Universität Bochum. Die Abteilung für Allgemeinmedizin habe für ihre Untersuchung 4000 Medizinstudenten in ganz Deutschland nach deren Zukunftsplänen befragt. Die Medizinökonomin Dorothea Osenberg, welche die Studie leitet, bezeichnete die Ergebnisse als erschreckend.
Die Befürchtung, Steuergeschenke und Rettungspläne für Banken könnten die Sozialausgaben unter Druck bringen, sind nicht neu. Nun könnten diese Szenarien real werden. Einem Zeitungsbericht der „Frankfurter Rundschau” zufolge, steuert die Bundesagentur für Arbeit auf ein Haushaltsdefizit von 5,8 Milliarden Euro zu. Hauptgrund dafür sei die Senkung des Versicherungsbeitrages von 3,3 auf 2,8 Prozent im Januar. Diesem Bericht zufolge rechnet die Agentur mit einem Ausgabenvolumen von 43 Milliarden Euro. Zahlen, die jedoch den möglichen Anstieg der Arbeitslosenzahlen nicht berücksichtigen. Genau von einer solchen Entwicklung allerdings gehen nun die Wirtschaftsweisen aus. Der Beitragssatz zur Arbeitslosenversicherung war gesenkt worden, um einen Ausgleich für den einheitlichen Satz zur Krankenversicherung zu schaffen. 15,5% werden im Rahmen des umstrittenen Gesundheitsfonds dann fällig. Kritiker befürchten, dass dies nicht ausreicht und die Kassen Nachforderungen gegenüber ihren Mitgliedern erheben.
Die aktuellen Zahlen zeigen, dass die Reformen des deutschen Studiensystems und die Einführung der Studiengebühren in vielen Bundesländern wirklich etwas bewirkt haben. Leider ist das Ergebnis kaum mit dem zu vereinbaren, was die Bundespolitik sich eigentlich zum Ziel gesetzt hat. Eigentlich soll das Studieren in Deutschland sozial durchlässiger gemacht werden. Die verstärkten Zulassungsbeschränkungen an den deutschen Unis, undurchschaubare BAföG-Regelungen und die schlechte Ausstattung vieler Universitäten hat zu steigender Frustration bei den deutschen Schülern geführt. 2002 wollten ca. 27% der Abiturienten lieber eine Ausbildung anfangen als zu studieren. Inzwischen hat jeder dritte Abiturient kein Interesse mehr daran, ein Studium aufzunehmen. Ist das nun die erhoffte Entwicklung für ein Land, dass sich gegen den Mangel an Fachkräften stellen will? Auffallend ist zudem, dass noch immer die Quote der Studierenden aus Akademikerfamilien wesentlich höher ist. „Studieren für jede Gesellschaftsschicht” bleibt also auch weiterhin nur ein Traum im deutschen Bildungssystem.
Aufschwung war gestern, jetzt droht uns eine ernsthafte Wirtschaftskrise. Deutschland steht, darin sind sich die Wirtschaftsexperten einig, am Rande einer Rezession. Während die Politik über ein Konjunkturprogramm streitet, ist die deutsche Schlüsselindustrie längst betroffen, die Automobilindustrie. Neuwagen gehen kaum noch vom Band, die Gewinne brechen ein, tausende Jobs sind gefährdet. Ist das kleine Beschäftigungswunder also schon wieder vorbei und droht statt dessen ein deutlicher Anstieg der Arbeitslosigkeit? Wird die jüngst von der OECD bescheinigte große Kluft zwischen Arm und Reich in Deutschland noch weiter auseinander gehen? Ist die Lohnforderung der IG Metall von acht Prozent in der jetzigen Phase überzogen? Müssen die Arbeitnehmer die Folgen der Finanzkrise ausbaden oder die Starken mehr schultern? Fragen über Fragen deren Antworten sich in den nächsten Wochen und Monaten langsam aber sicher herausstellen werden.
Die Präsidentschaftswahl in den USA am kommenden Dienstag wird den Startschuss geben für die höchstkarätigste Jobbörse der Welt. Der neue Präsident darf Hunderte Jobs in Regierung und Verwaltung neu besetzen, Möbelpacker haben bei Regierungswechseln in Washington traditionell immer Hochkonjunktur.
Die Präsidentschaftskandidaten Barack Obama und John McCain haben sich mit einem Kreis von Beratern umgeben, welche im Falle eines Wahlsiegs die Hebel der Macht in Washington übernehmen dürften. Die erste Bewährungsprobe des neuen Präsidenten dürfte die Finanzkrise sein. Obama Wirtschaftsteam wirkt wie eine Neuauflage von Bill Clintons Besetzung, mit weltweit angesehene Experten wie dem frühere Fninanzminister Robert Rubin und Lawrence Summers. Eine Rückkehr von Summers ins Finanzministerium wird als möglich angenommen, aber auch der Chef der New Yorker Zentralbank, Tim Geithner, wird als Kandidat gehandelt. Zu Obamas Beratern zählt zudem der renomierte Investment-Milliardär Warren Buffet.
McCain versucht in Wirtschaftsfragen mit Sachverständigen von außerhalb der Politik zu punkten. Zu seinen Beratern zählen die bekanntesten Wirtschaftsführerinnen der USA: die frühere eBay-Chefin Meg Whitman und die Ex-Chefin des Computerriesen Hewlett Packard, Carly Fiorina. Beide gelten als denkbare Quereinsteigerinnen ins Amt des Finanzministers. Auch Microsoft-Chef Steve Ballmer steht McCain mit Rat zur Seite. McCains federführender Wirtschaftsberater im Wahlkampf ist der Ex-Chef des Kongress-Rechnungshofs, Doug Holtz-Eakin. Obamas Chefberater ist der 38 Jahre alte Harvard-Ökonom Jason Furman. Beide gelten als wirtschaftsfreundlich.
Bei vielen älteren Menschen reicht die Rente nicht mehr zum Leben aus and viele sind heutzutage auf Nebenjobs angewiesen. Die durchschnittliche Rente für die rund eine Million Rentner in Rheinland-Pfalz beträgt 686 Euro - nirgends ist die Rente niedriger als hier. Bundesweit liegt die Durchschnittsrente bei 718 Euro, in Berlin bekommen die Rentner im Schnitt sogar 905 Euro. Dafür sind die Lebenshaltungskosten in den Großstädten höher als etwa im Eifelkreis Bitburg-Prüm, wo der Durchschnittsrentner gerade mal 495 Euro bekommt.
Vielen Rentnern bleibt oft nichts anderes übrig, als nebenbei noch Geld zu verdienen. Immer mehr Rentner sind auf 400-Euro-Jobs angewiesen, um finanziell über die Runden zu kommen. Die Renten sind in den vergangenen Jahren spürbar gesunken, und das bei gleichzeitig steigenden Preisen. 5.000 Menschen zwischen 65 und 74 Jahren waren laut Arbeitsagentur im vergangenen Jahr in der Region Trier geringfügig beschäftigt - 36,5 Prozent mehr als 2003. Selbst bei den über 75-Jährigen hatten noch 733 einen Minijob. Die Zahlen würden nicht belegen, dass Rentner unbedingt auf ein Nebenverdienst angewiesen seien, viele wollten einfach noch arbeiten, so Hartmut Dörfler, Sprecher der Agentur für Arbeit Trier. Wer die volle gesetzliche Rente erhält, darf nicht mehr als 400 Euro hinzuverdienen, sonst droht die Kürzung der Rente. Rat gibt es bei der Rentenversicherung.
An den deutschen Hochschulen würden sich vermutlich wesentlich mehr Studierende einschreiben, wenn es keine Studiengebühren gäbe. Viele junge Menschen schrecken diese hohen monetären Kosten ab und sie wählen einen anderen Weg für ihre Zukunft. Die Ausbildung an der Hochschule ist für viele junge Menschen zu einer Kostenfrage geworden, die nicht immer verträglich ist, wie es eine bisher noch nicht veröffentlichte Studie im Auftrag des Bildungsministeriums ergeben hat. Laut dieser Studie, die bislang nur der dpa vorliegt, haben sich etwa 18.000 Abiturienten des Jahrgangs 2006 gegen ein Studium entschieden, weil die Gebühren zu hoch sind. Im Jahr 2006 hatten die ersten zwei Bundesländer Niedersachsen und NRW die Gebühren für das Studium eingeführt und jedes Jahr kommen mehr Hochschule dazu, die eine universitäre Ausbildung an hohe Gebühren knüpfen. Oft reicht da ein Studentenjob nicht mehr aus.
Hohe Wellen schlagen zur Zeit bei Qimonda ein, seit der Abbau weiterer 950 Jobs in Dresden bekannt wurde. Die geplante Telefon-Jobbörse für Betroffene ist schon vor der offiziellen Eröffnung der Renner. „Das Telefon im Amt für Wirtschaftsförderung steht nicht mehr still“, so Dirk Hilbert. Allerdings ist die Hotline 4 88 23 79 nicht für die individuelle Personalvermittlung gedacht, sondern ausschließlich für interessierte Firmen. Damit sollen gezielt Unternehmen erfasst werden, die bestimmte Fachkräfte suchen, beziehungsweise sich in Dresden ansiedeln wollen. Die IHK durchforstet zur Zeit das Umland. Parallel dazu müht sich die Arbeitsargentur. Sprecherin Grit Winkler berichtet: „Auch wir reichen unsere Angebote an Qimonda weiter und versuchen zugleich, bei Firmen neuen Arbeitskräftebedarf zu wecken.“ Mit dieser Liste zusammengestellt von Stadt und Agentur hofft Qimonda betroffenen Mitarbeitern helfen zu können. Anderen Interessenten für die Branche bleibt wie gehabt nur der direkte Weg zur Arbeitsagentur oder die Suche auf MYJOBNEXTDOOR.